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Atmung & Stimme

Aktualisiert: 15. Mai 2020

🗣Unsere Atmung ist es, die die Qualität unseres Stimmklanges ausmacht. Eine entspannte und gleichmäßige, tiefe Bauchatmung gibt deinem Körper nicht nur mehr Energie und deinem Geist Gelassenheit, sondern ist die stabile Basis für deine Wohlfühlstimme. Für einen schönen, kräftigen und klaren Stimmklang ist ein sich wiederholender und gleichbleibender Rhythmus aus Einatmung, Ausatmung und einer darauffolgenden kurzen Pause, in der die Luft für die Einatmung automatisch wieder einströmt, essentiell wichtig. Somit bekommen deine Stimmlippen gleichmäßig und konstant die perfekte Dosis Luft, die sie zum optimalen Schwingen brauchen.


In unserem Alltag passiert es leider sehr schnell, dass wir den Kontakt zu unserem Körper und zu unserer Atmung verlieren. Unter Stress wandert die Atmung in den Brustraum. Wir werden kurzatmig, schnappen nach Luft, fühlen uns gestresst, unser Herz rast, wir sind aufgeregt und in Gedanken bei all den Aufgaben, die wir erledigen müssen. Unsere Schultern wandern zum Hals und auch unser Kehlkopf spannt sich an und wandert nach oben, wodurch unsere Stimme schnell leise, piepsig und hoch klingt und das Sprechen anstrengend wird. In diesem Zustand sind wir weit von unserer Wohlfühlstimme entfernt.

Gönn deiner Stimme und deinem Körper immer wieder Erholungsphasen in deinem Alltag. Meditation eignet sich besonders gut, da du automatisch den Fokus auf deine Atmung lenkst. Mach dir deine Atmung im Alltag immer wieder bewusst. Im entspannten Zustand hebt sich deine Bauchdecke bei der Einatmung und senkt sich beim Ausatmen automatisch. In stressigen Situationen atmen wir sehr oft pro Minute ein und aus. Um wieder in eine tiefe und entspannte Bauchatmung zurückzufinden, versuche nur 6-mal pro Minute ein- und auszuatmen. Setz dich aufrecht hin oder leg dich auf deinen Rücken. Atme durch die Nase in deinen Bauch ein und versuche langsam und gleichmäßig auf einem „sch“ oder „fff“ durch den Mund auszuatmen. Nimm anschließend eine kurze Pause wahr und lass die neue Einatemluft von alleine einströmen. Die stimmhaften Geräusche sollen dir zunächst dabei helfen, den Luftstrom zu dosieren und gleichmäßig zu atmen und deine Atmung zu verlängern. Später kannst du die Übung auch ohne ausführen. Wichtig ist, dass der Ausatemvorgang fast doppelt so lang ist wie die Einatmung. Du kannst auch gedanklich während der Einatmung langsam bis 3 oder 4 und bei der Ausatmung bis 5 oder 6 zählen.

Durch diese Atemübung wirst du merken, wie du wieder zu dir findest, einen klaren Kopf bekommst und ein angenehmes, entspannendes Gefühl in deinem Körper verspürst. Zusätzlich hast du eine kleine Pause, in der du nicht sprichst und deine Kehlkopfmuskeln sich entspannen können. Diese Übung kannst du auch sehr gut unterwegs durchführen, beispielsweise während du an der Kasse wartest oder vor einer roten Ampel stehst.

Atme ein, atme aus und lerne deine Stimme lieben,

deine Mary Lippold 😊🎙




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